Medaille oder Millionen Likes? Im modernen Spitzensport droht eine gefährliche Verschiebung: Nicht nur Leistung zählt, sondern zunehmend, wie erfolgreich sich Körper, Persönlichkeit und Privatleben verkaufen lassen. Die jüngste Sexismusdebatte um eine freizügige Sportwettenwerbung mit Sydney Sweeney legt den Widerspruch offen. Während Sportlerinnen gegen ihre Sexualisierung protestieren, belohnen soziale Netzwerke attraktive Körperinszenierungen mit Aufmerksamkeit. Doch das Geschäft betrifft längst auch Männer. Die entscheidende Frage lautet: Ist der Mensch noch Sportler – oder bereits eine wandelnde Werbefläche?

