Kurzfassung
RB Leipzig feiert ein 5:0 gegen den HSV – doch für Assan Ouédraogo endet der Nachmittag erneut im Schmerz. Der 20-Jährige verletzte sich wieder an der rechten Schulter, die ihn schon im August wochenlang außer Gefecht gesetzt hatte. Die Ausfallzeit ist noch offen, mehrere Wochen sind möglich. Besonders bitter: Ouédraogo droht damit auch Jürgen Klopps erste DFB-Nominierung zu verpassen. Nach bereits mehr als 380 Ausfalltagen wächst die Sorge um das hochveranlagte RB-Talent.
Inhaltsverzeichnis
Assan Ouédraogo erlebt den nächsten brutalen Rückschlag. Beim 5:0 von RB Leipzig gegen den Hamburger SV musste der 20-Jährige nach einem Zweikampf mit Albert Grönbæk früh raus – erneut wegen der rechten Schulter.1LVZ.DE
Die LVZ berichtet über Ouédraogos Schulterverletzung gegen den HSV, seine Auswechslung und die zunächst unklare Ausfallzeit. Genau jene Schulter hatte ihn erst im August wochenlang außer Gefecht gesetzt.
Ouédraogo: Dieselbe Schulter macht wieder Ärger
Nach Medienberichten war die rechte Schulter zwischenzeitlich ausgekugelt und wurde von den RB-Medizinern noch auf dem Platz wieder eingerenkt.2BILD.DE
BILD beschreibt die ausgekugelte rechte Schulter und das unmittelbare Einrenken durch die medizinische Betreuung auf dem Platz. Das sind Bilder, die niemand sehen will – erst recht nicht bei einem Spieler, dessen Karriere bislang immer wieder von Verletzungen gebremst wurde.
Besonders bitter: Ouédraogo hatte sich in der Vorbereitung eine Kapselverletzung an derselben rechten Schulter zugezogen. Damals entschied man sich nach Untersuchungen für eine konservative Behandlung.3BUNDESLIGA.COM
Die Bundesliga dokumentierte bereits im August die Kapselverletzung der rechten Schulter und die anschließend gewählte konservative Behandlung. Gegen den HSV folgte nun sein erster Startelfeinsatz dieser Bundesliga-Saison – und schon wieder der nächste Abbruch.
Trainer Martín Demichelis sagte nach der Partie, es sehe „nicht gut aus“. Gleichzeitig betonte er, Ouédraogo sei medizinisch für den Einsatz freigegeben gewesen. Eine genaue Diagnose steht noch aus. Medienberichten zufolge könnte sogar eine Operation zum Thema werden.4WELT.DE
WELT berichtet über Demichelis’ Aussagen, die medizinische Freigabe sowie eine mögliche Operation als weitere Behandlungsoption.
Über 380 Ausfalltage: Wie viel Pech hält ein Talent aus?
Die nackte Zahl wirkt beinahe grotesk: Seit Ouédraogos Wechsel nach Leipzig im Sommer 2024 summieren sich seine verletzungsbedingten Ausfallzeiten bereits auf mehr als 380 Tage. Häufig machte das Knie Probleme, hinzu kamen weitere Blessuren – und jetzt erneut die Schulter.
Dabei ist das sportliche Potenzial längst kein Geheimnis. Ouédraogo debütierte im November 2025 für die deutsche A-Nationalmannschaft und traf beim 6:0 gegen die Slowakei direkt.5TAGESSCHAU.DE
Die Tagesschau dokumentiert Ouédraogos DFB-Debüt und seinen Treffer zum 6:0-Endstand gegen die Slowakei. Im Juni 2026 wurde er sogar für die Weltmeisterschaft nachnominiert.
Und genau deshalb trifft dieser Rückschlag doppelt. Nicht nur RB verliert möglicherweise für Wochen einen dynamischen Mittelfeldspieler. Auch Ouédraogo verpasst womöglich genau jene Phase, in der er sich unter dem neuen Bundestrainer Jürgen Klopp dauerhaft im DFB-Kader festspielen könnte.
Klopp wartet – Ouédraogos DFB-Chance droht zu platzen
Klopp hat das Amt des Bundestrainers am 15. August übernommen.6DFB.DE
Der DFB bestätigte Klopps Verpflichtung und den 15. August 2026 als offiziellen Beginn seiner Amtszeit als Bundestrainer. Seinen ersten Kader will er am 17. September präsentieren.7SPORT.SKY.DE
Sky bestätigt den 17. September als Termin für Jürgen Klopps erste Kadernominierung als deutscher Bundestrainer. Deutschland startet anschließend am 24. September gegen die Niederlande in die neue Nations-League-Phase.
Für Ouédraogo kommt dieser Termin wohl zum denkbar schlechtesten Zeitpunkt. Noch ist nicht offiziell bestätigt, wie lange er fehlen wird. Mehrere Wochen gelten jedoch als realistische Möglichkeit. Damit dürfte eine Nominierung für Klopps erstes Aufgebot kaum noch zu erwarten sein.
RB kann den 5:0-Kantersieg gegen den HSV deshalb nur eingeschränkt feiern. Sportlich war es die dringend benötigte Antwort nach den Niederlagen in Bremen und Como. Für Ouédraogo aber könnte der Nachmittag zum nächsten schmerzhaften Kapitel einer viel zu langen Verletzungsgeschichte werden.
Die entscheidende Frage lautet jetzt nicht, wann er wieder spielt. Sondern ob RB und Spieler einen Weg finden, diese Schulter dauerhaft stabil zu bekommen. Denn Talent hat Ouédraogo mehr als genug. Was ihm fehlt, ist endlich einmal etwas, das im Profifußball unbezahlbar ist: eine längere Phase ohne neuen Rückschlag.
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